//Boytoys - Eine Definition//
Ich seh mich ja selber als clevere, coole, eloquente Person. Kann zu vielem etwas sagen, habe Humor, habe die richtigen Dinge gelesen und so weiter. Und verdiene dementsprechend ebenbürtige Menschen. Menschen, mit denen ich mich gut unterhalten kann, sei es über Musik, Politik, Literatur oder ähnliche Sujets des postmoderen Lebens. Nennt das Arroganz.
Nur manchmal, da will ich einfach nur schauen. Will ich hübsche Typen beim tanzen beobachten, will gar nichts Sinnvolles von mir geben, weil ich im Moment nicht über die Widrigkeiten des Alltags nachdenken will. Und dafür brauch ich als langweilige Heterofrau Boytoys. Das sind Junx, vorzugweise zwischen 20 und ca 26, ja nicht zu alt, sonst könnten sie ja wieder zu viel "erlebt" haben, die auch noch die richtige Musik hören, aber bitte nicht zu viel drüber wissen, die dem Zeitgeschehen ein wenig naiv gegenüber stehen, worauf hin ich ein bisschen hochnässig über sie schmunzeln darf und die natürlich gut aussehen, was wohl die wichtigste Eigenschaft eines Boytoys wäre. Schließlich sollen sie zu gar nichts anderem dasein, als mit ihrem Aussehen zu entertainen. Mit Boytoys will ich nämlich nicht über Israel z.B. diskutieren, sondern will in cooler Pose Bier trinken. Mit Boytoys will ich nicht über (meine) Probleme sprechen, sondern sie vergessen.
Nur leider: Diese Junx sind meißt so langweilig, dass ich andererseits gar keine Lust habe mit ihnen meine Zeit zu verbringen und mich daher darauf beschränke ihnen auf der Strasse hinterherzugucken.
Nur manchmal, da will ich einfach nur schauen. Will ich hübsche Typen beim tanzen beobachten, will gar nichts Sinnvolles von mir geben, weil ich im Moment nicht über die Widrigkeiten des Alltags nachdenken will. Und dafür brauch ich als langweilige Heterofrau Boytoys. Das sind Junx, vorzugweise zwischen 20 und ca 26, ja nicht zu alt, sonst könnten sie ja wieder zu viel "erlebt" haben, die auch noch die richtige Musik hören, aber bitte nicht zu viel drüber wissen, die dem Zeitgeschehen ein wenig naiv gegenüber stehen, worauf hin ich ein bisschen hochnässig über sie schmunzeln darf und die natürlich gut aussehen, was wohl die wichtigste Eigenschaft eines Boytoys wäre. Schließlich sollen sie zu gar nichts anderem dasein, als mit ihrem Aussehen zu entertainen. Mit Boytoys will ich nämlich nicht über Israel z.B. diskutieren, sondern will in cooler Pose Bier trinken. Mit Boytoys will ich nicht über (meine) Probleme sprechen, sondern sie vergessen.
Nur leider: Diese Junx sind meißt so langweilig, dass ich andererseits gar keine Lust habe mit ihnen meine Zeit zu verbringen und mich daher darauf beschränke ihnen auf der Strasse hinterherzugucken.
captain nemo - 27. Okt, 16:53
Im Urania (siehe Photo) war das so und für mich dann auch eine Premiere. Ich wusste nicht wohin mit meiner Zigarette. Darf ich jetzt hier hin aschen oder nicht? Wusste nicht wohin mit meinen ranzigen Klamotten. Fühlte mich doch eher Fehl am Platz.
Jedenfalls bis "Die Türen" , die sich allerdings als "the Doors" vorstellten, die Bühne der Vienalle Zentrale betratten und eine grandiose Show zwischen Coolness, Peinlichkeit und großen Gesten hinlegten. Weißer Addidas Joginganzug, offen, raus guckt ein Bierbauch und Brust- behaarung. Und dazu Textzeilen wie: "Wir brauchen endlich Revolution! Pose als Position." Es wurde sich bei Punk bedankt, nach Elefanten geschrien, oder minutenlang gegenseitig auf den Kopf gehauen, um dann "AuaAuaAuaa" abwechselnd in verschiedenen Tempi zu sagen, beinah human Beatbox. Oden an die Liebe, das Hippiesein ("Unterwegs mit MotherEarth"), bei denen sich das Publikum dann an die Hände fassen musste, durften auch nicht fehlen.
